Der Irish Terrier – der Gentleman unter den Terriern
Man erkennt den Irish Terrier auf der Hundewiese oft schon aus der Entfernung.
Nicht, weil er besonders laut wäre.
Sondern weil da ein etwa kniehoher, rostroter Hund mit Bart steht, der die Umgebung erst einmal in Ruhe mustert.
Mit rund 45 bis 48 Zentimetern Schulterhöhe und etwa 11 bis 13 Kilogramm ist der Irish Terrier deutlich größer als viele andere Terrier – aber immer noch leicht und sportlich gebaut.
Manche denken im ersten Moment an einen kleinen Airedale Terrier . Tatsächlich sind die Rassen verwandt. Während der Airedale jedoch größer und schwarz-braun ist, steht der Irish Terrier komplett in Rostrot da – schlanker, leichter und ein wenig wie der sportliche Bruder dieser rauhaarigen Terrier.
Der Blick, der zuerst beobachtet
Sein Bart macht ihn unverwechselbar – und auch etwas schwierig zu lesen. Wie bei vielen Hunden mit stark behaarter Schnauze dauert es für andere Hunde manchmal etwas länger, ihre Mimik richtig zu deuten.
Deshalb orientieren sich Hunde in solchen Begegnungen stärker an der Bewegung des Körpers.
Der Irish Terrier reagiert deshalb oft anders als viele andere Terrier.
Er läuft nicht sofort los, wenn irgendwo Bewegung entsteht.
Er bleibt stehen.
Und schaut.
„Der überlegt noch“, sagt der Labrador.
„Der überlegt immer“, antwortet der Neufundländer.
Ein mutiger Begleiter des Menschen
Dass der Irish Terrier so reagiert, hat mit seiner Geschichte zu tun. Er war nicht nur Jagdhund, sondern auch Begleit- und Hofhund. Ein Hund, der selbstständig Entscheidungen treffen konnte.
Sein Mut ist legendär.
Im Ersten Weltkrieg wurden Irish Terrier sogar als Melderhunde eingesetzt.
Begegnungen auf der Hundewiese
Im Erstkontakt mit anderen Hunden wirkt der Irish Terrier häufig ruhig und beobachtend.
„Kannst schon näher kommen. Ich schau mir dich erst einmal an“, scheint er zu sagen.
Gerade deshalb ist eine gute Sozialisation wichtig. Viele Irish Terrier reagieren lange gar nicht – und wenn eine Grenze überschritten wird, reagieren sie plötzlich sehr klar.
Deshalb sagen manche Menschen, sie hätten nur „schwierige“ Irish Terrier kennengelernt – während andere schwören, ihrer sei der gelassenste Hund auf der ganzen Hundewiese. Auch die Leinenführung hat großen Einfluss .
Der Gentleman unter den Terriern
Der Irish Terrier wird oft als Gentleman unter den Terriern bezeichnet.
Nicht, weil er besonders höflich wäre – sondern weil er ruhig bleibt, solange niemand seine Grenzen überschreitet.
Auch seine Bewegung fällt auf. Der Irish Terrier läuft häufig mit einer erstaunlich geraden Linie über die Wiese.
Ein echter Familienhund
Trotz seines stolzen Auftretens ist der Irish Terrier ein sehr menschenbezogener Hund.
Wie so viele Terrier gilt auch für ihn:
Außen hart – und innen doch ganz weich.
Wer sich eher für die schnell reagierenden, impulsiveren Terrier interessiert, findet hier den Gegenpol: Der Jack Russell Terrier – ein Hund mit sehr viel Meinung
Warum sich Verhalten durch Leinenführung überhaupt verändert, erklären wir hier im Detail: Die Wissenschaft hinter dem STURMFREI® Geschirr
Weiterführende Inhalte
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Für individuelle Situationen steht außerdem die systemische Analyse der Mensch-Hund-Interaktion zur Verfügung. Dabei werden Dynamiken zwischen Hund, Mensch und Umwelt eingeordnet und mögliche Veränderungen im Alltag besprochen.