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Viele Hunde beginnen an der Leine zu husten, würgen oder sich zu räuspern. Andere bellen plötzlich andere Hunde an, beißen in die Leine oder strecken den Hals extrem nach oben. Häufig wird das als Trainingsproblem eingeordnet. In vielen Fällen liegt die Ursache jedoch viel näher,
Der Deutsche Schäferhund ist kein Zufall. Er ist ein gebauter Hund. Ende des 19. Jahrhunderts suchte man einen Hund, der belastbar ist, schnell reagiert, vielseitig einsetzbar ist und eng mit dem Menschen arbeitet. Schäferhunde wurden nicht dafür gezüchtet, unabhängig zu agieren oder sich primär an anderen Hunden zu orientieren. Der Mensch war ihr Zentrum. Und genau das sieht man heute noch.
Viele Hundehalter kennen diese Situation: Ohne Leine ist der Hund freundlich oder neutral gegenüber anderen Hunden. Sobald eine Leine im Spiel ist, verändert sich das Verhalten.
Der Hund beginnt zu:
- bellen
- nach vorne springen
- fixieren
- hochfahren
Dieses Verhalten wird häufig als „Leinenaggression“ bezeichnet. Die Ursachen liegen jedoch oft weniger im Charakter des Hundes als in der Situation selbst.
Viele Halter erleben das gleiche Phänomen. Am Anfang löst sich der Hund noch problemlos im Garten. Monate später steht man draußen – und der Hund wartet. Nichts passiert. Erst draußen auf dem Spaziergang scheint wieder alles möglich zu sein.
Der Deutsche Drahthaar gehört zu den Hunden, die Situationen früh erfassen. Er scannt seine Umgebung, nimmt Gerüche auf, liest Bewegungen und trifft dann eine Entscheidung: Relevant oder nicht. Wenn ein anderer Hund für ihn keine Rolle spielt, zeigt er das nicht durch Spiel oder Beschwichtigung, sondern durch etwas, das viele übersehen: