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„Hundebegegnungen an der Leine sollte man vermeiden.“ Die Begründung: Hunde könnten an der Leine nicht ausweichen und würden sich deshalb schneller bedroht fühlen. Das klingt zunächst plausibel. Tatsächlich erklärt es jedoch nur einen Teil des Problems. Denn ein entscheidender Faktor wird häufig übersehen
Oft wird angenommen, dass dieses Verhalten ein Erziehungsproblem ist. Tatsächlich steckt dahinter jedoch meist ein Zusammenspiel aus Bewegung, Reizen und körperlichen Mechanismen. Deshalb erleben viele Menschen, dass klassisches Training zwar kurzfristig hilft, das Ziehen aber immer wieder zurückkehrt.
Wenn ein Hund in die Leine läuft, entsteht über das Halsband ein direkter Zug auf diesen Bereich. Anders als oft angenommen verteilt sich die Kraft dabei nicht über den ganzen Hals, sondern wirkt punktuell auf die Vorderseite.
Viele Menschen gehen davon aus, dass große Hunde vor allem von körperlich starken Personen gehalten werden müssen. In der Praxis zeigt sich jedoch etwas anderes: Oft führen gerade kleinere Frauen sehr große Hunde ruhig und kontrolliert. Der entscheidende Faktor ist dabei selten Muskelkraft – sondern die Mechanik der Leine.
Vorderführung setzt vor dem Problem an.
Statt Zug zu korrigieren, wird:
– die Bewegungsrichtung früh beeinflusst
– die Körperachse geführt
– der Moment verhindert, in dem Zug entsteht